Eine energetische Sanierung wird meist mit der Dämmung von Außenwänden und dem Austausch der Heizungsanlage in Verbindung gebracht. Dabei ist die Gebäudehülle – insbesondere Fenster, Außentüren und außenliegende Sonnenschutzsysteme – für einen sehr wichtigen Teil der Energiebilanz eines jeden Hauses verantwortlich. Durch diese Elemente entweicht im Winter Wärme und im Sommer gelangt Wärme ins Gebäude. Wenn Sie sie als voneinander unabhängige Anschaffungen betrachten und nicht als Gesamtsystem planen, ist es nahezu sicher, dass die Ergebnisse der Modernisierung deutlich geringer ausfallen, als sie sein könnten. In diesem Artikel zeigen wir, warum Fenster, Türen und Rollläden ein gemeinsames Energiesystem bilden und wie jedes dieser Elemente richtig ausgewählt werden sollte, damit das Haus tatsächlich weniger Energie verbraucht.
Wo genau geht Wärme aus dem Haus verloren?
Bevor wir auf konkrete Produkte eingehen, lohnt es sich, den Mechanismus von Wärmeverlusten zu verstehen. Ein Gebäude verliert gleichzeitig auf verschiedene Arten Wärme, wobei Fenster und Türen einen erheblichen Anteil daran haben – insbesondere bei älteren Gebäuden. Undichte oder schlecht dämmende Bauelemente führen zu:
- Wärmeverlusten durch die Verglasung und den Fensterrahmen (Wärmeleitung)
- dem Eindringen kalter Luft durch undichte Dichtungen und nicht vollständig geschlossene Profile
- Wärmebrücken an den Verbindungsstellen zwischen Rahmen und Mauerwerk – besonders problematisch bei einer fehlerhaften Montage
- Wärmeabstrahlung durch die Verglasung in Richtung der kälteren Umgebung
Im Sommer kehrt sich die Situation um: Durch dieselben Elemente gelangt Sonnenenergie in den Innenraum und erwärmt die Räume. Außenrollläden und Raffstores unterbinden diesen Prozess bereits im Vorfeld und nicht erst danach – ein wichtiger Unterschied zu innenliegenden Jalousien oder innenliegenden Stoffrollos.
Fenster – die Grundlage der Wärmedämmung eines Gebäudes
Fenster stellen die größte verglaste Fläche eines Gebäudes dar und sind gleichzeitig im Vergleich zu einer vollständig geschlossenen Wand ein Bauelement mit schlechteren Wärmedämmeigenschaften. Ein entscheidender Parameter, auf den bei der Auswahl geachtet werden sollte, ist der Wärmedurchgangskoeffizient Uw (für das gesamte Fenster) sowie Ug (für die Verglasung selbst). Je niedriger der Wert, desto weniger Wärme gelangt nach außen.
Mehrkammerprofile mit Polyurethanschaumfüllung, wie VEKA Softline 82 MD (Uw = 1,0 W/m²K) oder VEKA Softline 70 AD, ermöglichen den Einbau von Verglasungspaketen mit sehr guten Wärmedämmeigenschaften. Dies wirkt sich direkt auf einen geringeren Heizenergiebedarf des Gebäudes aus. Ebenso wichtig wie das Profil selbst ist die Dichtheit des Fensters. Moderne Fenster mit umlaufenden Dichtungssystemen verhindern eine unkontrollierte Infiltration kalter Luft, die bei älteren Fenstern einen erheblichen Anteil der Energieverluste ausmachen konnte.
Außentüren – ein unterschätzter Faktor der Energiebilanz
Haustüren werden von vielen Bauherren hauptsächlich unter ästhetischen und sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten ausgewählt – und das zu Recht, denn beide Aspekte sind wichtig. Außentüren stellen jedoch auch einen potenziell bedeutenden Punkt für Wärmeverluste dar, wenn ihre Wärmedämmung nicht ausreichend ist oder sie nicht fachgerecht montiert wurden.
Hochwertige Außentüren aus PVC oder Aluminium, wie sie von Urbanczyk Fenster in mehreren Produktlinien angeboten werden, darunter Basic, Classic, Prestige, Top line der Marke Veyna sowie Modelle von Jenkner, verbinden Sicherheit mit einer hohen Wärmedämmung.
Von entscheidender Bedeutung sind dabei die Dichtheit des Türrahmens, die Qualität der Dichtungen entlang des gesamten Türflügelumfangs sowie die Vermeidung von Wärmebrücken im Bereich der Verbindung zwischen Tür und Mauerwerk. Letzteres hängt vor allem von einer fachgerechten Montage und nicht ausschließlich vom Produkt selbst ab.
Außerdem sollte man bedenken, dass Türen ebenso wie Fenster nach Maß gefertigt werden. Dadurch wird eine optimale Anpassung an die vorhandene Öffnung gewährleistet und das Risiko von Undichtigkeiten aufgrund falsch gewählter Abmessungen eliminiert.
Außenrollläden – eine zusätzliche Dämmschicht
Außenrollläden werden häufig im Zusammenhang mit Sicherheit oder Privatsphäre erwähnt, deutlich seltener jedoch im Kontext der Energieeffizienz – zu Unrecht. Geschlossene Außenrollläden bilden eine Luftschicht zwischen der Verglasung und dem Rollladenpanzer, die wie eine zusätzliche Wärmedämmung wirkt.
Im Winter bedeutet dies geringere Wärmeverluste durch die Fenster während der Nachtstunden, wenn kein Sonnenlicht auf die Fenster fällt. Im Sommer hält ein heruntergelassener Rollladen die Sonnenstrahlung bereits davon ab, die Verglasung zu erreichen. Dadurch heizen sich die Räume weniger auf und der Einsatz einer Klimaanlage oder intensives Lüften an heißen Tagen wird weniger notwendig.
Im Angebot von Urbanczyk Fenster sind vier Varianten von Außenrollläden erhältlich: Aufsatzrollläden (KALIMA RZ, insbesondere für Neubauten empfohlen, bei denen sie Wärmeverluste besonders effektiv reduzieren), Vorbaurollläden (KALIMA RN), Fassadenrollläden sowie Aufsatzrollläden.
Der Rollladenpanzer besteht aus mit Polyurethanschaum gefüllten Aluminiumprofilen, wodurch seine Wärmedämmeigenschaften deutlich verbessert werden. Eine elektronische Steuerung oder die Integration in ein Smart-Home-System ermöglicht eine automatische Programmierung der Rollläden – beispielsweise zur Anwesenheitssimulation oder zum automatischen Herunterfahren bei Überschreitung einer bestimmten Temperatur oder Sonneneinstrahlung.
Raffstores – präzise Kontrolle von Licht und Wärme
Raffstores sind außenliegende Aluminium-Jalousien mit Lamellen – eine fortschrittlichere Lösung als klassische Rollläden, die dem Nutzer eine deutlich präzisere Kontrolle über die Menge des einfallenden Lichts ermöglicht.
Durch die Möglichkeit, den Neigungswinkel der Lamellen zu regulieren, kann direkte Sonneneinstrahlung gleichzeitig blockiert werden, während der Blick nach außen und der natürliche Einfall von diffusem Tageslicht erhalten bleiben. Dies ist insbesondere in Büroräumen oder Wohnzimmern wichtig, wo eine vollständige Verdunkelung unerwünscht ist, eine Überhitzung des Innenraums im Sommer hingegen vermieden werden soll.
Raffstores bilden bereits vor der Verglasung eine wirksame Barriere gegen Sonneneinstrahlung und nicht erst auf der Innenseite des Fensters. Dadurch ist ihre Wirksamkeit bei der Reduzierung von solaren Wärmegewinnen deutlich höher als bei innenliegenden Jalousien.
Sie sind in den Varianten ZSC 80, ZZC 80, ZNC 80, ZSZ 90, ZZZ 90 sowie ZNZ 90 erhältlich. Mit C- oder Z-förmigen Lamellen werden sie nach Maß gefertigt und mit seitlichen Aluminiumführungen mit PVC-Dichtungen ausgestattet, die auch bei Wind einen stabilen Betrieb gewährleisten.
Wie arbeiten diese Elemente zusammen – Übersicht
Die folgende Übersicht zeigt, wie sich die einzelnen Elemente der Gebäudehülle zu unterschiedlichen Jahreszeiten ergänzen:
| Element | Hauptfunktion im Winter | Hauptfunktion im Sommer |
| Fenster (VEKA-Profil) | Wärme im Innenraum halten | Schutz vor Überhitzung |
| Außentüren | Reduzierung von Wärmebrücken | Dichtheit und Abdichtung |
| Außenrollläden | Zusätzliche Dämmschicht in der Nacht | Blockierung der Sonneneinstrahlung vor dem Eindringen von Wärme |
| Raffstores | Reduzierung von Wärmeverlusten durch die Verglasung | Präzise Regulierung des Lamellenwinkels, Tageslichteinfall ohne Überhitzung |
Montage – das verbindende Element der gesamten energetischen Sanierung
Selbst die bestmöglich ausgewählten Produkte können nicht die erwarteten energetischen Ergebnisse liefern, wenn sie nicht fachgerecht montiert werden. Montagefehler – beispielsweise eine zu geringe Menge Montageschaum, das Fehlen geeigneter Dichtbänder oder eine ungenaue Positionierung des Tür- oder Fensterrahmens – können die Vorteile eines Mehrkammerprofils zunichtemachen und daraus eine Wärmebrücke entstehen lassen.
Deshalb umfasst eine umfassende energetische Sanierung nicht nur die Auswahl geeigneter Produkte, sondern auch die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Montageteam, das die Besonderheiten jedes einzelnen installierten Elements kennt.
Der Ablauf der Zusammenarbeit mit Urbanczyk Fenster umfasst eine Aufmaßnahme vor Ort innerhalb von 7 Tagen nach der ersten Kontaktaufnahme, die Erstellung eines Angebots auf Grundlage der tatsächlichen Maße innerhalb von 7–14 Tagen sowie eine fachgerechte Montage – sowohl von PVC- und Aluminiumfenstern und -türen als auch von Rollläden und Raffstores, die an die jeweiligen Fensteröffnungen angepasst werden.
Lohnt es sich, alles gleichzeitig zu modernisieren?
Diese Frage stellen sich viele Hausbesitzer, die eine Renovierung planen. Die Antwort hängt vom Ausgangszustand des Gebäudes und vom verfügbaren Budget ab. Aus energetischer Sicht ist eine ganzheitliche Planung jedoch besonders wichtig.
Der Austausch ausschließlich der Fenster bei gleichzeitig alten, undichten Türen und ohne außenliegenden Sonnenschutz ist nur eine teilweise Lösung. Die Wärmeverluste werden zwar reduziert, jedoch nicht in dem Maße, wie es möglich wäre.
Eine gut geplante energetische Sanierung betrachtet die Gebäudehülle als Gesamtsystem: Fenster reduzieren Wärmeverluste durch die Verglasung, Türen sorgen für eine dichte Gebäudeöffnung und Rollläden sowie Raffstores übernehmen die Regulierung der solaren Wärmegewinne abhängig von der Jahreszeit.
Jedes dieser Elemente hat bereits für sich einen hohen Nutzen. Zusammen verstärken sie jedoch ihre Wirkung und sorgen für einen Effekt, der sowohl beim thermischen Komfort als auch bei den Heizkosten deutlich spürbar ist.
Eine komplette energetische Sanierung eines Hauses bedeutet mehr als nur den Austausch der Fenster. Sie umfasst eine durchdachte Auswahl jedes Elements, das den Wärmeübergang beeinflusst – vom Fensterprofil über die Außentüren bis hin zu außenliegenden Sonnenschutzsystemen.
Fenster mit bewährten Mehrkammerprofilen reduzieren die Wärmeverluste über das gesamte Jahr, Außentüren verhindern eine unkontrollierte Luftinfiltration und Wärmebrücken, während Rollläden und Raffstores eine regulierbare Schutzschicht hinzufügen. Im Winter reduzieren sie die nächtlichen Wärmeverluste über die Verglasung, im Sommer verhindern sie eine übermäßige Aufheizung der Innenräume.
Wenn Sie diese Elemente als Gesamtsystem betrachten und auf eine fachgerechte Montage achten, wird sich das Ergebnis sowohl auf dem Thermometer als auch bei den Heizkosten bemerkbar machen.